Übungen

Mit den feeely-Rhythmusbällen bieten sich unzählige Möglichkeiten für den Einsatz in Gruppen. Hier möchten wir nur eine kleine Auswahl von Übungen und Anwendungsbeispiele vorstellen. Auf der diesjährigen chor.com in Dortmund wird es zwei Workshops zu diesem Thema geben "Effektive Rhythmusarbeit - feeely im Chor". Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf der Seite: chor.com.

Aus der Hirnforschung weiß man, dass Übungen, die Freude machen, sich auch besser im Gehirn vernetzen.

Der feeely Ball führt wegen seiner Gestalt und der verwendeten Materialen zu einem haptischen und sinnlichen Erlebnis, das diesem Umstand Rechnung tragen möchte. Eine Verbesserung der Fähigkeiten, wie z.B. das Halten eines Metrums, rhythmische Koordinationsfähigkeiten und vieles mehr, lässt sich bekanntlich nur durch Üben erreichen. Um so wichtiger ist es, dieses Üben so angenehm wie möglich zu gestalten. Regelmäßigkeit, kreative Vielfalt und positiv besetzte Übungen bringen auf Dauer mehr, als stupides Training.

 

Sie werden diesen Fortschritte in ihrer Gruppe zu schätzen wissen und die feeely Bälle unterstützen sie auf diesem Weg.

 

Vorbereitung

Bei den meisten Ballübungen empfiehlt es sich, dass sich die Gruppe in einem Kreis aufstellt. Die Bälle werden in die Mitte gelegt und jeder sucht sich einen feeely-Rhythmusball in seinen Lieblingsfarben aus. Erfahrungsgemäß entsteht dabei automatisch eine lockere, heitere Atmosphäre.

Einhändig werfen

Der Ball wird einhändig mit der nach oben geöffneten Hand hochgeworfen und wieder aufgefangen. Beim Auffangen entsteht ein angenehmes, weiches Geräusch. Das zu erreichende Tempo reicht von mittel bis langsam. In der Regel wählt man für die Übung zu Beginn intuitiv die dominante Hand (meist rechts), daher sollte öfter auch auf die schwächere Hand gewechselt werden! (Ansage: Bitte die Hand wechseln!)

Wechselhände

Der Ball wird von einer Hand in die andere Handfläche geworfen und umgekehrt. Damit kann man schnelle Tempi bewältigen und ist rhythmisch präziser. Der Klang ist durch die gezielten Würfe prägnanter und etwas härter.

Fallen lassen

Um evtl. Stress bei Einzelnen von vornherein herauszunehmen, sollte man aus dem Umstand, dass der Ball aus der Hand fallen kann, eine Tugend machen. Das "Fallen lassen" des Balles kann gleich als Zwischenübung mit eingebaut werden (als Leiter selber den Ball mit dem Hinweis: "dass dies auch jederzeit passieren kann und in Ordnung ist", fallen lassen). Dabei entsteht je nach Boden ein neuer Klang, den man evtl. ebenfalls bei späteren Klang-installationen mit einbauen kann.
 

 

Übung 1: Metrum finden

Hier wird auf sinnliche Weise das Gefühl für ein gemeinsames Metrum in der Gruppe erfahrbar gemacht und trainiert. Dazu braucht jeder in der Gruppe einen feeely-Ball. Die Gruppe stellt sich im Kreis auf. Den Ball nun (wie oben beschrieben) einhändig werfen, um ein Gefühl für den Wurf und vor allem das Fangen zu entwickeln.


Übungsanweisung:
Findet ein gemeinsames Metrum!
Die Gruppe soll nun nach Gehör ein gemeinsames Metrum finden, das durch das Geräusch beim Auffangen gegeben ist. Da bei einem bestimmten Metrum alle eine ähnlich hohe Flughöhe haben, resultiert daraus auch eine gleichförmige Bewegung der Gruppe. Man hört sehr genau, wann das Metrum "einrastet" und es "einen gemeinsamen" Klang gibt. Jeder merkt auch sein Ausscheren aus der Gruppe sehr gut und kann deshalb leicht wieder zurückfinden.

Übungsanweisung: Konzentriert euch nicht zu sehr auf den Ball und das Werfen, sondern schaut dabei auch fröhlich in die Runde! Hier werden Koordination und Unabhängigkeit trainiert. An dieser Stelle merken die Teilnehmer schnell, dass alle gefordert sind.


Übungsanweisung: Wechselt die Wurfhand!
Schafft neue Aufmerksamkeit und fördert die beidseitige Gehirn Lateralität. In der Regel muss sich das Metrum wieder neu einpendeln. Auch hier fallen die Bälle wahrscheinlich öfter zu Boden.

 

Variation 1

Die Gruppe läuft auf der Stelle mit jeweils einem Schritt nach rechts und einem nach links. Dabei kann man von 1 bis 4 zählen (1= rechtes Bein zur Seite, 2= linkes Bein ran, 3= linkes Bein zur Seite, 4= rechtes Bein ran). Der Ball wird entweder auf 1 und 3, oder auf 2 und 4 gefangen!

Variation 2

Die Gruppe läuft eine komplette 4er Figur nach rechts und anschließend wieder nach links. Ball-Rhythmus wie bei Variation 1.

Variation 3

Die Gruppe läuft eine 4er Figur wie in Variation 1 oder 2. Der Ball wird nun wechselweise (siehe oben "beidhändig") auf allen Zählzeiten in die jeweils andere Hand geworfen. (Dient auch als Vorübung für Variation 4)

Variation 4

Wie bei Variation 3, der Rhythmus soll nun jedoch auf die "Off-Beats" geworfen werden. Entweder nur 1+ und 3+, 2+ und 4+ oder alle Off-Beats. Nach einiger Zeit kann man auch wieder auf einhändig umschalten. Dabei ist der etablierte Rhythmus und eine gute Koordination Voraussetzung.

Variation 5

Man teilt die Gruppe in drei bis vier gleiche Teile. Jede Gruppe soll nun einen eigenen Rhythmus erzeugen, z.B. Gruppe 1 auf die Zählzeiten 1 und 3, Gruppe 2 auf die Zählzeiten 2 und 4, Gruppe 3 auf die Zählzeiten 1+ und 3+, Gruppe 4 auf die Zählzeiten 2+ und 4+. Entweder man gibt jeder Gruppe den ersten Einsatz oder die Gruppen können ihren Einsatz selbständig suchen (eher bei Fortgeschrittenen).
Die Einsätze sollen dann auch unter den Gruppen ausgetauscht werden.
 
 

Auszeit mit Massage

Zum Abschluss oder als kurze Unterbrechung in einer anstrengenden Probenphase kann man eine Massage mit den feeely-Bällen einschieben. Dazu steht die Gruppe hintereinander (wie zu einer Polonaise) im Kreis. Jeder hat ein oder zwei Bälle und massiert damit die Vorderfrau bzw. den Vordermann. Dazu rollt man den Ball mit ausgestreckter Hand am Rücken entlang. Diese äußerst angenehme Art der Massage bietet ein paar entscheidende Vorteile gegenüber einer Massage mit den Hände. Ein unmittelbarer Körperkontakt ist aufgrund der Bälle nicht erforderlich, der Druck kann nie zu fest oder unangenehm werden und die Berührungen durch die Bälle verursachen ein angenehmes Kribbeln und fördern die Durchblutung. So entsteht eine angenehme kleine Auszeit.